Meta & The Cornerstones “Hira” (Baco Records)

Meta & The Cornerstones
“Hira”
(Baco Records – 2017)

In einer Welt, die aktuell eher auf Teilung aus ist anstatt sich solidarisch zu begreifen, treten Meta & The Cornerstones mit dem neuen Album “Hira” und dem Ansatz der Verbindung erneut auf die Bühnen des Globus. Tief verwurzelt in der Tradition des Rootsreggaes wird auch musikalische Vielfalt mit einbezogen, denn es kommen viele Einflüsse anderer Genres, wie Bossa Nova, Flamenco, Jazz, Rock und Klänge des Mittleren Ostens vor. Ein Blick auf die beteiligten, extrem versierten Musiker zeigt ebenfalls den globalen Ansatz des Albums. Hierzu passend wurden die Real World Studios von Peter Gabriel für die Aufnahmen ausgewählt – ein Ort, an dem musikalische und inhaltliche Einschränkungen noch nie gezählt haben.

“Hira” ist ein Konzeptalbum, da die einzelnen Tunes inhaltlich zusammenhängend gedacht sind. Die Grundstimmung ist ruhig und lädt zum kontemplativen Zuhören ein. Inhaltlich geht es um “Unity” auf verschiedenen Ebenen. Dabei greift Meta Dia weitgehend nicht auf gängige Reggae-Klischees und Phrasen zurück, sondern erzählt seine Geschichten frei. Sehr schön sind dabei die Kombinationen mit der spanischen Sängerin Concha Buika. Die Gewinnerin der Latin Grammy Awards sorgt mit ihrer zauberhaften Stimme bei “Do” und “Regardless” für den Gänsehaut-Effekt. Stimmlich hat auch Meta Dia einiges zu bieten. Mit seinem Timbre erinnert er immer wieder an den guten alten Bob Marley, ohne ein Plagiat abzuliefern.

Das Album kommt mit seinem vereinenden Ansatz genau zur richtig Zeit. Grenzen sind dazu da, überwunden zu werden. Das weltweite Errichten von Mauern und Zäunen bedarf auf jeden Fall einer verstärkten, globalen Gegenbewegung. “Hira” liefert den Entwurf einer Weltsicht, die hilfreich in die Zukunft weist.

Karsten Frehe

Karsten

About Karsten

Founder of the Irie Ites radio show, author, artteacher and (very rare) DJ under the name Dub Teacha. Host of the “Foward The Bass”-radioshow at ByteFM.