Mono & Nikitaman – Kurzporträt, Videos, Fotos, Links, Geschichte, Diskographie

M & N im Jahr 2018 – Quelle: Urban Tree Media

Mono & Nikitaman

History: Das Duo Mono & Nikitaman beginnt im Jahre 2002 mit dem Song “M&N”, so wie sie auch später ab circa 2015 ihr Label nennen: M & N Records. In der Zwischenzeit waren etliche Singles und Alben bei Rootdown Records erschienen.

Die Alben waren 2004 “Das Spiel beginnt”, 2006 “Für immer”, 2008 “Außer Kontrolle”, 2011 “Unter Freunden” und 2012 die CD-DVD-Kombi “Live” (siehe unten Diskographie).

M&N Spiel beginnt

M&N Für immer

Entwicklung der heimischen Reggae- & Dancehall-Szene bis ca. 2012 – Neues Kapitel ab 2015

Im Selbstverlag präsentieren sie Ende 2015 den Longplayer “Im Rauch der Bengalen”.

Während ihrer Zeit bei Rootdown kann man sie neben Nosliw, Nattyflo, Jaqee, Maxim, Slonesta und Rojah Phad Full zur Bewegung zählen, die außerhalb von Seeed sonst noch deutsche Offbeat-Musik mit teils starken Querverbindungen zwischen Hiphop und Reggae machte.

Zeitgleich mit dem Erfolg dieser Interpreten ist auch das Aufkommen von Sebastian Sturm, ebenfalls auf dem Rootdown-Label, von Mellow Mark, Jahcoustix und Ganjaman zu beobachten. Ebenfalls einigermaßen parallel gründen sich in München die Bands Raggabund und Jamaram sowie in Heidelberg die Gruppe Irie Révoltés und im östlichen Teil Tirols in Österreich die Band Iriepathie. Auch Schweizer Musiker wie Cali P, Phenomden, Elijah, Dodo und die Backing Band The Scrucialists treten vermehrt ab circa 2003/04 auch in Deutschland in Erscheinung.

Dies ist wiederum teilweise ein Verdienst der Connections zu Rootdown Records, das entsprechende Riddims zusammenstellt und das jamaikanische Konzept des Dancehall-Riddims hier testet. Als Erfolgsbeispiel, das Riddims mit Erfolg in der Karibik aus Deutschland stammen können, erweist sich zuvor bereits der “Doctor’s Darling Riddim” von Seeed mit Anthony B’s Beitrag “Waterpumpee” – auf Trinidad ein Verkaufshit und auf Jamaika kurze Zeit später von Tanya Stephens in “It’s A Pity” gesampelt.

Deutscher Reggae ist ein verbreitetes Genre in den 2000er Jahren – und Mono & Nikitaman die Speerspitze dieses Phänomens.

Quelle: Dejan Patic

Biographisches zu Mono und Nikitaman

Kurzporträt: Mono macht einen Dokumentarfilm über Hiphop, bevor sie auf Nikitaman trifft. Und der bringt statt Hiphop eine ganz andere Art von Musik mit: Punkrock. Beide treffen sich quasi auf einem neutralen “dritten” Terrain, dem Dancehall. Mono (Monika) kommt ursprünglich aus Österreich, Nikitaman (Nick) je nach Quellen aus Düsseldorf oder den Niederlanden.

Nikitaman

Nikitaman – Quelle: Timo Ullmann

Den sozialisationstechnisch wichtigen Anteil seiner Jugend dürfte er in Düsseldorf gelebt haben. Beide reisen viel. In ihre Musik fließt das insoweit ein, als es sie Richtung Offbeat bestärkt.

Über Mono ist bekannt, dass sie 1998 für ein Jahr in Bristol lebte. (Ich stelle mir das spannend vor, denn das war die Zeit, als Portishead ein großes Ding waren und Triphop, Drum’n’Bass, Jungle und Rave ihren letzten Höhepunkt erreichten.)

Der Doku-Film, der in jener Zeit entsteht, ist 2014 auf dem YouTube-Kanal des Duos gelandet. Die beiden sind 40, als sie sich 2015 für ihre Plattenaufnahmen selbstständig machen. Auf Tour sind sie nahezu immer.

Zu den größten Auftritten der 2010er Jahre gehören ihre Performance beim Chiemsee Reggae Summer 2011 (auch auf der DVD “Live”), beim Summerjam 2011 und 2015 und beim riesigen Tanz- & Folkfest Rudolstadt 2016.

Hier sind jetzt der Reihe nach die Doku von Mono, Ausschnitte aus dem Chiemsee-Mitschnitt von 2011 und der Summerjam-Auftritt 2015 inklusive WDR-Interview:

Dokufilm “Paint The Town Blue”, ein Film über Hiphop vom Ende der 1990er Jahre, konzipiert von Mono:

Chiemsee-Auftritt 2011 (Zusammenschnitt)

Summerjam-Auftritt 2015 (komplett)

https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/rockpalast/video-summerjam-festival–mono–nikitaman-100.html

(kein Vorschaubild)

TFF Rudolstadt 2016 (Fotos)

Mono & Niggiman Bühnenrand - TFF Rudolstadt 2016

Mono & Niggiman live beim TFF Rudolstadt 2016 – Quelle: Michael Pohl

Quelle: Michael Pohl

Interviews auf Irieites.de

Interview 2002

  • Ganz lustig, schon 2002 angesichts der ersten EP, interviewte Toppa den Nikitaman (damals noch ohne Mono, meist solo unterwegs) über Soundsystems, Marihuana, politische Lyrics u.a. – und eben über die Zusammenarbeit mit Mono: https://www.irieites.de/interviews/audio/nikitaman.mp3 (Mitschnitt aus der Irieites Radioshow beim Freien Radio Kassel).

Quelle: Urban Tree Media

Interview 2008

  • Das nächste Interview gab’s 2008 und ist hier abgetippt:

https://www.irieites.de/interviews/2008_Mono_und_Nikitaman.htm

Quelle: Urban Tree Media

Interview 2011

  • Und 2011 blickten Mono & Nikitaman auf ihr erstes Jahrzehnt zurück. (Unsere Interviewerin Pauline war 2016 noch auf dem Campusradio der Uni Leipzig zu hören und ist aktuell nicht im Einzugradius in der großen Google-Welt aktiv.)

Mono & Nikitaman im Interview

Zum Update: Das nächste Interview mit Mono & Nikitaman gibt’s hier voraussichtlich im Februar 2019.

Diskographie Longplayer:

CD-Cover von 2002: Die Vorderseite der ersten EP von Nikitaman!

 

 

 

Cover-Kunst als Zeitungs-Collage, Anfang der 2000er-Jahre: So sahen CD-Cover damals von hinten oft aus!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Links zu externen Websites:

M&N Records: https://www.mono-nikitaman.de/

Seite des Summerjam-Festivals: https://summerjam.de/

Archiv-Seite zum TFF Rudolstadt 2016: https://rudolstadt-festival.de/de/footer/archiv/id-2016.html

Archiv-Seite zur Rootdown-Label-Diskographie: http://www.tekamusic.com/diskographie/

Seite zur Promo-Agentur, die aktuell für M&N tätig ist: https://urbantreemusic.de/

 

 

Philipp Kause

About Philipp Kause

Philipp hat Musikethnologie studiert und verschiedenste Berufe in Journalismus, Marketing, Asylsozialberatung und als kaufmännischer Sachbearbeiter ausgeübt – immer jedenfalls stellt er Menschen Fragen. Er lebt zurzeit in Nürnberg, wo er die Sendung „Rastashock“ präsentiert, die seit 1988 auf Radio Z läuft.