J.P. Bimeni, die Seele Burundis & welche Fragen in den deutschen Medien (nicht) gestellt werden

Quelle/Source: www.geo-ref.net/de/bdi.htm

Vor drei Monaten nahm ich eine Single über die Politik Nigerias zum Anlass, Korruption und Entwicklungszusammenarbeit zu beleuchten. Heute können wir einen seltenen Einblick in die (theoretische) Musikszene Burundis bekommen. Hierzu hole ich richtig weit aus.

Burundi, 2015

Das Land war in den frühen 1990er Jahren in einen Bürgerkrieg geschlittert, von dem es sich nicht erholt hat. Ich selbst habe mich im Jahre 2015 für eine Stelle in der Entwicklungszusammenarbeit beworben, in der es darum gegangen wäre, ein Netzwerk unabhängiger Radiojournalisten im Große-Seen-Gebiet Zentralafrikas von Burundi aus aufzubauen. Bedauerlicherweise konnte diese Stelle aus Sicherheitsgründen nicht eingerichtet werden.

Damals waren Präsidentschaftswahlen in Burundi angesetzt. Pierre Nkurunziza, der Amtsinhaber, wollte ein drittes Mal antreten. Wie in den USA, so schließt auch in Burundi die Verfassung eine dritte Amtszeit eines Präsidenten aus. Nkurunziza zog seinen Wahlkampf trotzdem durch und entzündete damit den nie wirklich still gelegten oder gar befriedeten Bürgerkrieg neu. Das Verfassungsgericht Burundis erklärte die Kandidatur mysteriöser Weise für rechtens.

Die “Afrikanische Union”, die dem Prototyp der EU folgen soll und als supranationale Einrichtung die Stabilität des Kontinents überwachen will, distanzierte sich von Nkurunziza. In einer typisch afrikanischen Formulierung von Diplomatie verkündete der südafrikanische Präsident Zuma, die Wahl sei verschoben, und zwar auf unbestimmte Zeit (sollte heißen, unter diesen Umständen könne sie niemals anerkannt werden, egal wann sie stattfindet).

Auch die US-Regierung unter der damaligen Außenministerin Clinton mischte sich ein. Der oberste Militärgeneral stellte sich öffentlich gegen den Präsidenten. Die Wahl wurde immer wieder verschoben, was aber wohl mehr daran lag, dass dem Präsidenten Geldhähne für den Wahlkampf abgedreht wurden. Oder auch daran, dass seine eigene Armee nach einem seiner Auslandsaufenthalte einige Tage lang seine Rückreise ins Land verhinderte. Ein letzter Diplomatieversuch seitens des Nachbarstaates Uganda verpuffte.

Nkurunziza und seine Berater setzten sich über alle Proteste hinweg. Am 21. Juli 2015 erhielt der (illegal angetretene)Kandidat sagenhafte 69 Prozent der abgegebenen Stimmen. Dabei darf man sich fragen, wie viele seiner Gegner schon durch Straßensperren und bewaffnete Einschüchterung an der Stimmabgabe gehindert wurden. Zudem hatten zahlreiche der vielen Oppositionsparteien in den letzten drei Wochen vor der Wahl den Boykott der ganzen Veranstaltung empfohlen.

Gerade die kleinen Radiostationen spielten in der gezielten Information der Bevölkerung für Opposition und Militär eine zentrale Rolle. Das erkannte natürlich auch der Präsident sorgte dafür, dass der Staatsfunk (besetzt mit seinen Getreuen) seine Propaganda verkündete. Und nicht nur das: Die Sendemasten und die Büros der Radiosender Radio Bonesha, Radio Publique Africaine, REMA FM und RT Renaissance ließ er in die Luft sprengen. Besonders übel traf es den Sender Radio Isanganiro.

Mit seinem Programm in Französisch und Kiswahili sowie einer weiteren Verkehrssprache hat der Sender eine wichtige Funktion für die Vernetzung Burundis mit Ereignissen in den Nachbarstaaten (Uganda, Ruanda, Kongo, Tansania). Vor allem fungiert der Radiosender auch wie eine Nachrichtenagentur. Er arbeitet viel mit eigenen Korrespondenten und Reportern – auch solchen, die sicherheitshalber von außerhalb Burundis über Burundi berichten.

Und das Besondere ist auch seine zeitweilige Ausstrahlung in Kirundi, einer von Hutu und Tutsi verstandenen Sprache.

Burundi, 1965 – ca. 2005

Die Rivalität von Hutu und Tutsi entwickelte sich in den Jahren 1993/94 zu einem umfangreichen Völkermord, fachsprachlich Genozid.

Bis Anfang der 2000er Jahre schwelend, kann man von geschätzten 300.000 Toten ausgehen. Vielleicht ebenso viele (darüber gibt es aber schwankende Zahlen zwischen 90.000 und 300.000) sind in der Vorlaufphase des ab 1965 entbrannten Konflikts ums Leben gekommen, die meisten Mitte 1972 in einer Massentötungsaktion. Aus solchen Ereignissen heraus kommt der Eindruck

“Die Menschen haben nichts aus der Geschichte gelernt, überall Krieg.”

womit mich meine damalige Vermieterin zu Beginn meines Ethnologiestudiums an meinem neuen Wohnort willkommen hieß und Afrika auf ein Minimum reduzierte. Vorhersehbar, dass ich bei der Dame nicht lange wohnte.

Burundi, 1961/62

Dabei repräsentieren solche Ereignisse Afrika genauso wenig oder genauso sehr wie die Konzentrationslager der Nationalsozialisten Europa repräsentieren – eher noch weniger. Denn es war niemand Geringeres als der Europäer König Baudouin de Belgique, der vieles nicht verstanden haben und vieles falsch gemacht haben dürfte. So vertraute er auf ein Mehrparteiensystem in Burundi und schickte das künstlich gezogene Territorium in einen verhängnisvollen ersten Wahlkampf.

Das war 1961. Es gewann eine von einem Tutsi geführte Partei 90 Prozent der Parlamentssitze. Die von Belgien aus gesteuerte christdemokratische Oppositionspartei war bedeutungslos. Trotz dieses schrägen Ergebnisses war das belgische Königshaus so verblendet, das Land ein Jahr später in seine Unabhängigkeit zu entlassen.

Man war mit anderen Problemen beschäftigt, damals: dem Aufbau der EU mit den meisten Hauptsitzen in Brüssel (also in Belgien), antiautoritären Bewegungen in Europa (Deutschland, Frankreich, CSSR), die zu einer Monarchie nicht passen wollten, mit der viel größer scheinenden Aufgabe, den Kongo in die Nach-Kolonialzeit zu überführen – und mit dem inneren Konflikt zwischen Flandern und Wallonien. Hätte man aus alledem den Schluss gezogen, dass auch der Fall Burundi kein leichterer ist – wäre der Welt einiges erspart geblieben.

Der erste gewählte Premierminister Burundis wurde nach wenigen Jahren ermordet, und eine Kette von Ereignissen riss nicht nur Hunderttausende Menschen im Laufe der Jahrzehnte durch Waffeneinsatz mit in den Tod. Eines der ersten dieser Ereignisse betrifft auch die Mutter unseres hier nun vorzustellenden Sängers J.P. Bimeni.

Viele andere kamen bei Auswanderungsversuchen oder durch die schlechte Versorgungslage mit funktionsfähigen Krankenhäusern ums Leben. Eine gesamte Großregion riesigen Ausmaßes, inklusive Tansania, Uganda, Kongo, Angola, Ruanda usw. ist von der Fehlkonzeption der ersten burundischen Verfassung bis heute in Mitleidenschaft gezogen: Millionen Menschen verloren ihre Heimat deswegen. Milliarden Dollar-Gelder wurden von den Vereinten Nationen in den Wiederaufbau gepumpt, ohne nennenswerte Stabilisierung. Zudem blamierten sich die UN vorher und immer wieder durch jahrelanges Wegschauen.

J.P. Bimeni wandert von Burundi nach England aus

So verwundert es sicher nicht, dass Burundi keine Musikindustrie hat. Nachdem am 21. Oktober 1993 fast das ganze Regierungskabinett ausradiert wurde, einschließlich des – dieses Mal – den Hutu zugehörigen Regierungschefs, sind 25 Jahre vergangen. Ein Vierteljahrhundert … Zum Jahrestag meldet sich nun mit einer CD ein Mensch zu Wort, der schon drei Mal fast ums Leben kam, dabei mindestens einmal aufgrund ethnischer Verfolgung. Burundi hatte einstmals selbst einen König, und J.P. Bimeni ist ein Sprössling dieser Königsfamilie, der seine Mutter angehört. 1978 in Burundi geboren, lebt er heute in England.

Ich unterstelle, dass ihm dort der unerwartete Erfolg des Uganders Michael Kiwanuka mit Motown-artiger Soulmusik seit 2012 aufgefallen ist. Jedenfalls versucht auch er nun, den Kanal der Soulmusik für die Vertonung von Verlustängsten und melancholisch gefärbter Hoffnungen zu nutzen. Auf der Single “I Miss You” singt Bimeni singt sehr drängend, wenn auch vielleicht nicht unbedingt dem klassischen Verständnis nach “schön”.

Bimeni will der Welt “zeigen, dass es mehr als Hass und Mord gibt”, erzählt er in den Presseinfos zu seinem ersten Album. Seine eigene Familiengeschichte ist wahnsinnig kompliziert. Einen Teil dieser Kompliziertheit versuchte er in einem Politikwissenschaftsstudium aufzuarbeiten. Er begab sich – als anerkannter Asylant – in den Nordwesten Englands, nach Lancashire, einer Küstenstadt am Nordkanal, der England von Irland schon vor dem Brexit trennte.

J.P. Bimenis Kindheit

Nach einer schweren Fehlbehandlung in einem burundischen Krankenhaus lebte er als Teenager, wie er sich erinnert, als “ein Wrack auf Schmerzmitteln”. In dieser Situation, während er in Wales nach seinem Asylantrag den Schulabschluss nachholte, lernte er Musik kennen. Musik zu kaufen in Burundi – das war in dem Alter, zu dem Menschen das sonst so tun, mit zwölf, dreizehn Jahren gar nicht möglich – von ein paar Schwarzmarkt-Cassetten mit lokaler Tanzmusik abgesehen.

Soul-Musik aus dem Kenia der ’70er Jahre: Slim Ali & The Hodi Boys

Musikvielfalt aus afrikanischen Ländern – und weiße Flecken auf der Karte

In die großen Musikströmungen der 1960er und ’70er Jahre auf dem afrikanischen Kontinent war Burundi nicht im Geringsten einbezogen. Funk und Afrobeat, von der staatlichen malischen Rail Band im Nordwesten Afrikas in den Sechzigern angefangen bis zur Chimurenga-Protestmusik Simbabwes in den späten Siebziger, frühen Achtziger Jahren im Südosten Afrikas – all das, plus der Jazz Äthiopiens, Eritreas, Kameruns und Südafrikas, die Rumba der kongolesischen Großstädte, der Funk & Soul Tansanias in den Siebzigern, die Highlife-Musik Ghanas und Nigerias zu deren Unabhängigwerdung, die Fusion-Styles aus traditionellen Musiken und Afrofunk in Sierra Leone, Kenia oder Angola, aber auch später in den 1980er Jahren der aufkommende Reggae gingen an den kaputten Ländern im Herzen des Kontinents, an failed states wie dem Tschad, der Zentralafrikanischen Republik, aber eben auch an formal funktionsfähigen Staaten wie Ruanda und Burundi weitgehend vorbei.

Failed States

Dabei muss man eindeutig darauf hinweisen, dass hier nicht erst in den ’80er Jahren die Probleme kamen, wie das in Entwicklungsländern aufgrund falsch gewählter Maßnahmen oft der Fall war (Mali, Madagaskar, aber auch Brasilien u.v.a.). Die Probleme Burundis bestanden schon vor hundert Jahren und brachen ungehemmt in dem Moment aus, als der belgische König mit dem Finger schnippste und meinte, so, jetzt macht mal Demokratie, ab sofort.

Fragen, die in Deutschland nicht gestellt werden

Das ging so grundsätzlich in die Hose, dass es uns doch plötzlich auffallen müsste:

  • Warum haben wir eigentlich keine Asylbewerber aus Burundi?
  • Wo doch gerade 2015 dort wieder die Probleme hoch kochten?

Und wenn man jetzt die ganze Geschichte nimmt:

  • Wieso lebt J.P. Bimeni in Großbritannien, obwohl dieses Land doch angeblich fast gar keine Asylbewerber/innen aufnimmt und die armen anderen Noch-EU-Mitgliedsstaaten so im Stich lässt?

Solche Fragen sind unangenehm. Sie zeigen mir, dass wir uns von unserem aktuellen – mir nicht besonders weit denkend wirkenden politischen Spitzenpersonal – die Agenda diktieren lassen. Worüber gedacht, geredet, gegoogelt werden kann, das legen die Kramp-Karrenbauers und Habecks, die Riexingers und von Storchs, die Pinkwarts und die im Schnitt alle 15 Monate wechselnden SPD-Generalsekretäre fest. Austauschbare Textbausteinfunktionäre, quer durch alle im Bundestag vertretenen Parteien inklusive derer am rechten und linken Rand, die teilweise auch meinen, in Twitter die Welt erklären zu können.

Die politischen Themen und das Personal nach dem Ende der “Jamaika”-Verhandlungen

Es ist schade für uns Reggae-Freundinnen und Freunde, dass eine Jamaika-Koalition nicht geklappt hat, nicht nur wegen des Namens “Jamaika” und wegen eines möglichen, nachvollziehbaren Punkte-Einwanderungssystems, wegen der im Reggae-Lager zumindest von einem Großteil (aber Achtung, kann man kritisch sehen!) befürworteten Legalisierung von Cannabis und ähnlicher Projekte.

Nein, es ist auch schade, weil damit noch viele der vielleicht pragmatischsten Personen der beteiligten Parteien aus dem Rennen gefallen sind und Regierung und Opposition jetzt überwiegend von überangepassten Karrieristen gepflegt werden, denen es um ihre Instagram-Profile geht, wie unserer Staatssekretärin für Digitalisierung, Frau Bär. Oder denen es um Fernsehbilder mit wohlig-samten vorgetragenen Reden geht wie Außenminister Maas oder dem überforderten sächsischen Ministerpräsidenten Kretschmer.

Ein Aufgebot an solchen Dünnbrettbohrern kann einem Land an sich schon nicht gut tun. Sicher nicht in einem Reformstau. Und ganz sicher nicht einem Land mit dem internationalen Einfluss, den Deutschland ausübt. Leider lässt sich auch die Presse weitestgehend die Themenordnung von solchen glatt-gegelten und Posten-süchtigen Personen diktieren.

Historische Zusammenhänge auf diesem Planeten gehen dabei unter. Das ist tragisch, denn der Mensch ist ein Wesen, das Geschichte(n) erzählt, würde ich sagen. Macht nicht jedes Säugetier.

Der Mensch und sein Bezugspunkt, die “Geschichte”

Katzen und ihre Artverwandten vom Tiger bis zum Löwen handeln eher impulsiv und einzelgängerisch. Was den Menschen ausmacht, ist sein Leben mit den Leben seiner nicht-direkt Verwandten über Sprache und Geschichten zu verbinden. Viele einzelne Geschichten ergeben zusammen eine Geschichte – die könnte man das “Kollektivgedächtnis” nennen, oder die “Große Erzählung”, ein “Narrativ”. Eine Gesellschaft, die Geschichte verdreht, verzerrt oder vergisst, ist unmenschlich.

Wenn Politiker/innen und Politikwissenschaftler/innen über den “Zusammenhalt” in einem Land reden (tun sie täglich inflationär), dann sollten sie mal näher definieren, was sie meinen. Was verbindet denn Menschen, wenn nicht Sprache? In einer Welt der Smartphones wohl ja kein Körperkontakt mehr (außer wenn scrollender Fußgänger auf Radweg mit Radfahrer zusammenkracht).

Geschichte(n), Sprache, Personen, Posten & Mehrheiten

Und manchmal sind es die Menschen, mit denen Menschen nicht klar kommen. Da passen die Personen nicht. Wir versachlichen ja als Teil der deutschen Kultur gerne mal manches, was nicht sachlich ist. Es ist mir inzwischen egal, was diese momentane Garde treibt – ich vertraue ihnen nicht. Sie machen es aus den falschen Motiven, weil gerade keine anderen Mehrheiten da waren und sie die nächsten Posten erklimmen wollen.

Mir wäre ein böse schauender Ralf Stegner mit ein paar nicht-mehrheitstauglichen Ansichten lieber als diese aufgesetzten Wichtigtuer der Couleur Andrea Nahles, Julia Klöckner und Armin Laschet, die vor allem gut in Kameras grinsen können, aber mitunter völlig substanzlose Sätze absondern und uns damit Zeit stehlen, für die sie von uns in hohem Maße bezahlt werden. Wie miteinander geredet wird und wie erzählt wird, in welchem Stil – dafür benötigt eine so komplexe Gesellschaft wie unsere Vorbilder.

Warum J.P. Bimeni cool ist

An den Einfluss der Geschichte eines Landes auf die Lebensgeschichte eines einzelnen Menschen, erinnert J.P. Bimeni mit seinen Songs. Er hat mich auf diese Gedanken gebracht. Das ist ein erster Verdienst seines am 26.10.18 erscheinenden Debütalbums.

Gleichzeitig hat er gelernt, mit Hilfe von Musik das Gegenteil von Erinnern zu tun: das Vergessen. Doch eines Tages will er nach Burundi, in seine Heimat, zurückkehren.

Im Gedenken an Kofi Annan und Jean-Christophe Victor

Ich möchte mit diesem Beitrag an zwei öffentliche Personen erinnern, die Geschichten erzählen konnten: an Kofi Annan, dem die nigerianische Azonto-Sängerin Yemi Alade noch zu seinen Lebzeiten ein Lied auf seinen Namen gewidmet hat (auch wenn der Song lediglich von Tanzschritten handelt und nicht von Annan) und der uns am 18.8.18 verließ. Annan drückte als UN-Generalsekretär deutliche Selbstkritik an der Arbeit der Vereinten Nationen in Bezug auf Ruanda/Burundi aus. Es wurde viel zu lange weggeschaut, so Annans These. Es wurde heißt: Die Politiker der Nationalstaaten taten.

Und ich möchte meinen Respekt für die Arbeit von Dr. Jean-Christophe Victor bekunden. Er entwickelte, schon bevor es den Sender arte gab, die Sendung “Mit offenen Karten”. Am 28.12.16 starb er. Zusammengerechnet dürfte ich eine Woche meines Lebens nur mit dem Anschauen seiner Sendung verbracht haben. Diese Sendung und Dr. Victors systematischer Aufbau der 12-minütigen Ein- und Mehrteiler-Episoden brachte mir – lange nach meiner Schulzeit – immer wieder die Bedeutung von Karten für das Verständnis der Welt nahe. Karten können von deutschen Schüler/innen immer weniger gelesen werden. Was nützen Map-Apps, wenn man sie verkehrt herum liest? Diese Sendereihe, die nach einer Pause weitergeführt wurde, zeigt auf arte immer wieder, wie man wissenschaftlich gestützten Geschichts- und Zukunftsjournalismus macht. Karten erklären jeden Konflikt, so Victors These.

Die Thesen dieser beiden verstorbenen Herren könnten wir im Auge behalten.

Philipp Kause

Weiterführende Links:

Zahlenmaterial zu Burundi: www.geo-ref.net/de/bdi.htm

Dreisprachiger privater Radiosender im heutigen Burundi: http://www.isanganiro.org/

Eine der wenigen Afrika-Musiksendungen im deutschsprachigen UKW-Funk (von Karl Peisker): http://onedrop-radio.de/what.html

Eine der wenigen öffentlich-rechtlichen Radio-Sendungen mit gepflegtem Social Media-Account (von Thorsten Bednarz) mit viel alter afrikanischer Musik: https://www.facebook.com/Tonart-Weltmusik-253442551372184/

Philipp Kause

About Philipp Kause

Philipp hat Musikethnologie studiert und verschiedenste Berufe in Journalismus, Marketing, Asylsozialberatung und als kaufmännischer Sachbearbeiter ausgeübt – immer jedenfalls stellt er Menschen Fragen. Er lebt zurzeit in Nürnberg, wo er die Sendung „Rastashock“ präsentiert, die seit 1988 auf Radio Z läuft.