Farafi “Calico Soul” (Piranha)

Farafi
“Calico Soul”
(Piranha – 2019)

Auf ihrem Debüt-Album „Calico Soul“ vereint das Duo Farafi viele verschiedene Musikstile zu einem Klang, der die Verkörperung von „No Border, No Nation“ zu sein scheint. Darlini Singh Kaul wurde in London geboren, hat jedoch indisch-französische Wurzeln. Joy Tyson, deren Familie aus Osteuropa stammt, wuchs in Florida auf. Die beiden trafen sich in Goa (Indien) und fingen an zusammen zu singen. Begonnen haben sie zu zweit, doch mit der Zeit haben sich ihnen andere Künstler_innen angeschlossen und so entstand ihr vielfältiger Klang. Den Kern der Band formen noch immer Darlini und Joy, doch die Band kann live mit bis zu acht Bandmitgliedern performen.

Der Klang der Band setzt sich aus traditionell afrikanischer, nahöstlicher, indischer und westlicher Musik zusammen. Es ergeben sich zum Teil fast spirituelle, aber auch sehr lebendige und tanzbare Lieder. Ihre Musik strahlt ganz viel Kraft aus, die einem Frieden, aber auch Energie zu geben scheint.

Gesungen wird in vielen verschiedenen Sprachen wie Zulu, Swahili, aber auch Englisch und der von Farafi selbst erfundenen Sprache. So entsteht ein musikalisches Erlebnis, bei dem die Message vor allem durch den Klang übermittelt wird. Dies geschah nicht aus Versehen, denn Farafi übersetzten englische Texte in Zulu, Xhosa, Swahili und Yoruba und entschieden dann in welcher Sprache am besten übermittelt wird, was sie ausdrücken wollen.

Eins meiner Lieblings-Zitate ist „I am a weapon of mass creation” aus “Djanya Wofu”, aber auch “Desert Sun“ und „Ey Budida“ berühren mich sehr, deren Texte ich vor allem fühle. “Calico Soul” stellt einen beeindruckenden Auftakt zu einer hoffentlich weiterhin sehr kreativen Musikkarriere dar. Ich bin gespannt wie es weitergeht.

Nele Frehe

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About Nele

Nele ist sozusagen zum Reggae-Hörer erzogen worden, hört aber grundsätzlich alles was (zugegeben aus ihrer subjektiven Perspektive) gut ist, egal in was für eine Musikrichtung es geht.