The Dynamics
“Drag N’ Fly”
(Wita Records – 2024)
The Dynamics haben 2007 begonnen, die Reggaewelt mit Coverversionen zu versorgen. Ihre Version des Klassikers “Seven Nation Army” der White Stripes schlug mächtig ein und hat bis heute nichts an Kraft und Eleganz verloren. Auch die Version von “Move On Up” (im Original na klar von Curtis Mayfield) war nicht von schlechten Eltern. Das Debütalbum “Version Excursions”, welches ebenfalls 2007 auf dem Markt erschien, präsentierte neben den beiden eben genannten Tracks u.a. eine reggaefizierte Variante von Led Zeppelins “Whole Lotta Love”. Ein tolles, kraftvolles Album, das das Projekt weltweit begehrt machte. Etliche Touren folgten und mit “180000 Miles & Counting…” erschien 2011 der zweite Longplayer. Das Konzept blieb gleich und mit einer schönen Version von “Walk On The Wild Side” (Lou Reed) konnten die Dynamics u.a. wieder punkten. Dennoch gab es hier schon einige Abnutzungserscheinungen, da der Überraschungsmoment des ersten Wurfs fehlte.
Jetzt erst, also 13 Jahre später, gibt es neue Töne von den Dynamics. “Drag N’ Fly” heißt das neue Album. Ich hätte nicht gedacht, dass sie nochmal mit weiteren Coverversionen von alten und neueren Hits um die Ecke kommen. Und wieder gibt es gelungene Cover, wie etwa die recht reduziert präsentierte Version von “Low Rider” (im Original von War), oder die frisch skankende Auslegung von Peter Gabriels “Sledgehammer”. Das macht schon Spaß. Daneben gibt es allerdings auch wieder Tracks, die etwas zu lahm dargeboten werden. So zum Beispiel die Dynamics-Interpretation von “The Joker” (Steve Miller Band). An das erste Kapitel von 2007 kann das in Lyon beheimatete Projekt auch mit “Drag N’ Fly” nicht anknüpfen. Liegt vielleicht auch daran, dass sich etliche andere Bands/Interpreten ebenfalls und schon immer, vor allem im Reggae, mit dem Covern von Klassikern beschäftigt haben. Spontan fällst mir da zum Beispiel das feine Album “Everybody Knows” von den Bluebeaters aus Italien ein, das 2015 erschien.
Karsten Frehe















