Dream Cycle Inc.
“Good Boy”
(Echo Beach – 2025)

Hinter dem Projekt Dream Cycle Inc. verbirgt sich der Belgier Jan Dewulf. Auf dem nun vorliegenden, digitalen Release bei Echo Beach fusioniert der Produzent verschiedene elektronische Soundscapes zu einer gut tanzbaren Melange. Im Infotext heißt es dazu: “The ambient-infused dub of Dream Cycle Inc. is atmospheric, hypnotic, and immersive – blending deep, pulsating basslines with ethereal atmospheres and intricate rhythmic textures. Sonically, it draws from ambient, dub techno, and progressive house, creating a world where synthetic textures and organic elements merge seamlessly.” Die Inspirationen für seine Musik sind vielfältig. Blickt man sich im Bereich Dub im weitesten Sinne um, so stößt man sehr schnell auf Dreadzone, die mit ihren Tunes immer wieder Grenzen verschoben haben und ebenfalls hypnotische, gut in die Beine und Hüften gehende Beats in die Welt hinaus schicken. Und so war es eben jene britische Band, die Jan Dewulf für den auf “Good Boy” vorliegenden Sound inspiriert haben.

Zwei Tunes sind auf dem Release zu finden. Der Titeltrack “Good Boy” beginnt mit einem etwas reduzierten Tempo, das an Slow Motion-Techno Dub erinnert, bevor es nach etwas mehr als einer Minute Intro mit Schwung auf die Tanzfläche geht. Ein wirklich feiner Track, der an viele Projekte erinnert, die früher und auch heute noch Dub mit Club verbinden. Mit “Sea Shel(l)ter wird dieser Weg konsequent fortgesetzt, allerdings springt der Tune deutlich schneller in den Uptempo-Bereich. Jan Dewulf hat sich hier mit der Sängerin Amalia zusammen getan, die mit ihrer bezaubernden Stimme eine hypnotisch-spirituelle Stimmung erzeugt. Sowohl “Good Boy” als auch “Sea Shel(l)ter” erinnern mich klanglich an die späten 90er und beginnenden 2000er Jahre, als Crossover-Sounds im Bereich Dub eine relevante Rolle gespielt haben. Auch wenn sich dieser Ansatz bis heute finden lässt, umschmeichelt mich irgendwie eine angenehme Nostalgie. Mit Dub Cycle Inc. transferiert Jan Dewulf den frischen Geist von Dreadzone und Co. ins Jetzt.

Karsten Frehe

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