Sailor Smile
“Desire”
(Cool Up Records – 2025)
Mit der unglaublich guten Coverversion von Screamin’ Jay Hawkins “I Put A Spell On You”, die im vergangenen Jahr als Reggae-Version mächtig beeindruckt hat und als 7 Inch mittlerweile recht schwer zu finden ist, hat die spanische Sängerin Sailor Smile mit ihrer intensiven Soul/Rock-Röhre ein wirkliches Statement abgegeben! Eine Version, die genau wie das Original mächtig unter die Haut geht und die beklemmende und zudem äußerst wuchtig bis verzweifelte Stimmung der Vorlage bestens wiedergibt.
Jetzt erschien die EP “Desire” auf der “I Put A Spell On You” als einer von insgesamt vier Tracks vertreten ist. Ein Hinhören lohnt sich also auf jeden Fall! Nachdem die Erwartungen mit dem eben genannten Track sehr hoch waren, sei nun ein Blick auf die weiteren Tunes gelegt. “Small Baby” eröffnet den Reigen als klassische Soul-Nummer. Gut gemacht mit einem treibenden Beat, kraftvollen Bläsern und der peitschenden Stimme von Sailor Smile. Das hätte ich als Opener so gar nicht erwartet. Mit “Let Me Shine”, einem netten Ska-Song,bei dem der Produzent Tenor Mario als Duett-Partner zu hören ist, geht es wieder deutlicher in Richtung jamaikanischer Musik. Funktioniert gut und geht in die Hüften. “Can’t Stop Dancing”, der dritte bislang nicht bekannte Song, vereint wieder einmal einen relaxten Reggae-Groove mit Soul. Der Basslauf könnte hierfür von einer Toots & The Maytals-Produktion inspiriert worden sein.
Alles gut in Szene gesetzt, sauber eingespielt und interessant. An die Wucht der Coverversion von Screamin’ Jay Hawkins kommen die drei weiteren Tunes (leider) nicht heran. Da diese aber ebenfalls auf der EP vorhanden ist, sei euch angeraten, hier euer Ohr an die Lautsprecher zu halten.
Karsten Frehe















