Scientist meets Blanc du Blanc
“Before The Beginning”
(Soul Selects – 2025)
Scientist gehört zweifelsohne zu den wichtigsten Dub-Pionieren des Planeten. Sein Sound und Stil sind erhaben und auch 2025 noch in der 1. Liga zu verorten. Nun hat er sich mit Blanc du Blanc zusammen getan. Über das Projekt um einen imaginären Charakter ist recht wenig herauszufinden. Gegen meine üblichen Gewohnheiten, zitiere ich mal ausführlicher aus dem Infotext zum Album:
“Blanc du Blanc is not of this Earth – but he speaks its language through vibration, echo, and frequency. A spectral being born of the star Melodious, he traverses the cosmos aboard waves of sound, tuning into the echo-chimerical frequencies that connect all living things. He is a sonic alchemist and dub medium, channeling the ancient knowledge of sound fragrancy – the lost art of shaping frequencies into feeling. His mission is simple yet profound: to restore balance through bass, aligning the riddims of the universe in harmony with the heartbeat of creation.”
Das ist schon eine wuchtige Ansage! Bei Culturedub ist der Hinweis zu finden, dass es sich bei Blanc du Blanc um ein Kollektiv aus New Jersey handelt, das von dem Gitarristen und Produzenten Chris Harford gegründet wurde. Mehr aber auch nicht. Klar ist allerdings, dass alle Beteiligten sehr versiert mit ihren Instrumenten umgehen können. Die Riddims sind elegant gelegt und bieten viel Raum für Bläser-, Flöten- und Gitarren-Parts sowie den Einsatz von Effekten durch den Großmeister Scientist. Der nähert sich der Musik behutsam und deutlich zugleich. Mit viel Fingerspitzengefühl legt er Hand an und erschafft elf schöne, sphärische Dubs, welche allesamt instrumental gehalten sind. Von den Titeln her passen sie auch zu der oben beschriebenen, kosmischen Kunstfigur: “The Creative: Awakening”, “Difficulty At The Beginning: Archangels Ascension”, “Waiting: Supernova Showdown” oder “Conflict: Eclipse Of Shadows”. Alle Dubs gehen entspannt und gut ins Ohr. Als Anspieltipp sei euch hier “The Receptive: Harmony Of Stars” ans Herz gelegt. Zu dem Track gibt es auch ein schön gemachtes Video.
Karsten Frehe















