Im Juli 2024 erschien mit „Eyes Open“ das Debütalbum der acht Musiker aus Stuttgart und war gleich unter den fünf besten Alben (national) und unter den Top 5 der Newcomer (national) im Riddim-Leserpoll zu finden. Es folgten Auftritte beim Reggae Jam oder Walterra Reggae + Skafestival und viele weitere Gigs. Mit „Keep Your Head Up“ präsentieren Dubarise nun ihren zweiten Longplayer zum Download oder als schicke Schallplatte mit schönem Coverartwork und auf grünem Vinyl gepresst. Für satten Sound sorgt neben dem Mix von Alin Dread auch Tippy I Grade, den die Band für das Mastering gewinnen konnte und der auch den Einstiegssong „Red Sky“ mit einem Dubmix veredelt hat.

Musikalisch erwartet den Hörer klassischen Rootsreggae mit zeitkritischen und ermutigenden Texten, die ebenfalls in der Tradition von Bob Marley und anderen Größen der 70/80er Jahre stehen. Die groovenden Riddims der einzelnen Tracks unterlegen Dubarise mit viel Saxofon, schönen Leadgitarrenläufen und gelegentlich etwas Keyboard oder Piano. Für Abwechslung sorgt auch der jamaikanische Artist Jellis, der im Song „Out Of My Head“ einen Toastingpart übernimmt und dem Song damit vorantreibt. Den Song Resistance gibt es gleich in drei Teilen, wobei der erste Teil recht meditativ im Nyabinghi-Stil startet und sich vor allem kritisch mit Socialmedia auseinandersetzt, der zweite Teil als Rootsreggae für ein friedliches Zusammenleben plädiert und der dritte Teil eine Dubversion ist. Alle Vocaltracks gibt es nochmal als Dubversion und hier fällt neben dem bereits erwähnten Mix von Tippy I Grade der Song „Last Few Days“ auf, der in der Vokalversion mit viel Saxofon angereichert ist und im Dub stattdessen die Melodica einsetzt. Die hörenswerten Dubversions wurden mit Ausnahme von „Red Sky Dub“ vom Leadgitarristen Alin Dread gemixt. „Keep Your Head Up“ ist ein würdiger Nachfolger von „Eyes Open“ und weckt Vorfreude auf die kommenden Konzerte von Dubarise.

Peter Stutz

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