Dub Spencer & Trance Hill im Knust

Nachdem es bei ihrem allerersten Konzert im Knust vor ziemlich genau zwei Jahrem am 25.1.24 zu einer Unterbrechung nach gerade mal zwanzig gespielten Minuten kam, hat es an diesem Abend im kalten Februar geklappt, die ganze Show ohne “ungewollte Pyrotechnik” durchzuziehen – und wie!!!

Wieder ist die extrafeine Dub- und Trance-Band aus der Schweiz mit Umberto Echo am Mischpult und einem Surround-System angereist. Das klang dieses Mal sogar noch eine Spur besser als zuvor, denn die zusätzlich gesetzten Effekte schwirrten nur so durch den Raum und ergänzten die eh schon psychedelische Musik der Band um eine weitere Ebene, bei der man sein Hirn festhalten musste, um es nicht gänzlich im Klangkosmos zu verlieren. Was für ein toller Auftritt, der wieder einmal eindringlich belegte, wie versiert, vielseitig und experimentell die vier Bandmitglieder unterwegs sind. So intensiv kann live gespielter Dub sein!

Zwischen dem Konzert vor zwei Jahren und dem an diesem Abend hat der Gitarrist Markus Meier die Band leider verlassen. Mit Michael Bucher war also sein Nachfolger auf die Bühne zu sehen und hören. Auch er ein Virtuose an der Gitarre, aber mit etwas aderem Sound. Warum auch das Vorherige kopieren und nicht einfach nach neuen Klängen suchen?

Fast genau zwei Stunden hat die Band das begeisterte Publikum in ihren Bann gezogen und in andere Dimensionen entführt. Das erste durchgängige Konzert wird der Band auf jeden Fall, neben der ungewollt spektakulär unterbrochenen Show 2024, etliche weitere Fans an der Elbe beschwert haben. Auf ein baldiges Wiedersehen. Hoffentlich!

Text: Karsten Frehe, Fotos: Peter Stutz

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