Dub Spencer & Trance Hill haben sich seit ihrer Gründung vor 23 Jahren einen festen und gefeierten Namen in der Dubwelt erarbeitet. Die Schweizer feiern Reggae, Dub und diverse andere Genres, die sie in ihrer Musik organisch miteinander verweben. Das gelingt ihnen sowohl auf Konserve als auch bei Konzerten verdammt gut – das mag sicherlich auch daran liegen, dass sie viele ihrer Tracks live im Studio einspielen.

In der renommierten King Size Dub-Serie erschien nun bei dem Label Echo Beach ein besonderer Leckerbissen, der in der Zeit zurück schaut, aber auch das Jetzt abfeiert. Hinzu kommt, dass sich Philipp Greter (Greter Than Dub) die Tunes nochmal vorgenommen und zum Teil neu gemixt hat. Mit zusätzlichen, unveröffentlichten Tracks angereichert wurde das Ganze mit einigen Overdubbs, bestehend aus dezenten Effekten und diversen neuen musikalischen Komponenten, versehen und zu zwei Megamixen verarbeitet, die man nahtlos – z.B. auf einer Autofahrt, beim Abhängen auf dem Sofa oder sonstwo – genießen kann. Zwei Mixe, weil die Veröffetlichung auf einer Doppel-CD um die Ecke kommt.

Der erste Silberling versammelt als “Dubside” eher gemächlichere Produktionen der Ausnahmeband – nur gelegentlich wird hier das Tempo etwas mehr angezogen. Tunes, wie “Dublerone”, “Bomber” oder der “Deep Dive Dub” zeugen von der Virtuosität der Schweizer. Der Mix ist vielseitig und bildet zumeist das frühere bzw. ruhigere Werk von Dub Spencer & Trance Hill ab.

Im Namen der Band steckt nun aber auch “Trance”. Insofern passt der Name für die Zusammenstellung auf der zweiten CD prima: “Tranceside”. Der Reigen wird mit “Time Out” vom letztjährigen Album “Synchronos” eröffnet. Insgesamt wird es bei diesem Mix noch psychedelischer und zudem in der Summe deutlich temporeicher als bei dem auf der “Dubside”. Man höre sich hier z.B. den tollen King Size Dub Refix von “Prisoner Of The Earth” feat. William S. Burroughs, den großartigen Gaudi-Remix von “Bluster” oder Tim Brans Version von “Trance Plane” an, um ins Gefühl zu kommen. Das mögen nur Beispiele sein, die als Anspieltipps und nicht als besondere Highlights verstanden werden wollen. Denn als Highlight würde ich das ganze Paket ansehen. 29 Tunes auf zwei Mixen – also die volle Packung Dub Spencer & Trance Hill!

Karsten Frehe

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