Don Letts
“The Rebel Dread @ Echo Beach”
(Echo Beach – 2025)
Vor Kurzem hat sich der Dubinator himself in die Archive begeben und mit der Compilation “The Sonically Echo Beach – Dubbing & Clubbing” eine elektrisierende Mischung zusammen gestellt, die sowohl in Hüften und Beine geht. Für die aktuelle Compilation war die UK-Legende Don Letts an der Reihe, eigene Perlen aus dem Echo Beach-Universum zusammen zu stellen. 17 versammelte Tracks zeugen davon, dass er gerne ein Grenzgänger in Sachen Reggae und Dub ist, was sehr gut zum Backkatalog des Hamburger Labels passt.
Don Letts an dieser Stelle ausführlich vorzustellen, würde lange dauern und den Rahmen einer Rezension deutlich sprengen. Neben der Tatsache, dass er maßgeblich Mitte der 70er Jahre dazu beigetragen hat, dass sich Punks im UK dem Reggae näherten, war er u.a. Filmemacher, Musiker (Big Audio Dynamite), Manager (The Slits), DJ und Stil-Ikone. Aktuell sendet er regelmäßig auf BBC 6 Music.
Es ist also spannend, was er aus dem umfagreichen Echo Beach-Repertoire hervor geholt hat und nun wieder ans Licht der Öffentlichkeit bringt. Wer die Vorlieben von Don Letts kennt, wird treffsicher erwarten, dass es sich um Klänge handelt, die sich, mal mehr mal weniger, über festgefahrene Schubladen hinweg setzten. Und genau so ist es passiert! Offene Geister, die sich außerhalb von Bubbles bewegen, werden ihre wahre Freude an dem haben, was er aus dem Hut gezaubert hat.
Mit dabei sind u.a. Dub Stax (“Time Is Tight Dub”), Dubmones feat. Earl 16 & Oku Onuora “I Believe In Miracles” im Gaudi Remix, Don Letts Dub Cartel “One People”, Aaron “Blue Moon (Dub Edit)”, Noiseshaper “Bushmaster (Paolo Baldini DubFiles Remix)” sowie die Dub Spencer & Trance Hill-Interpretation von “Guns Of Brixton” in einer Dubversion von Nick Manasseh. Eine spannende Auswahl also, die unterm Strich wirklich viel Spaß macht und aufzeigt, dass das Testen von Genre-Grenzen erfrischend sein kann.
Text: Karsten Frehe, Foto: Peter Stutz (Don Letts @ Knust, Hamburg, 14.9.25)
















