Dr. Markuse & Dubvisionist
“Ghostship”
(Perkussion & Elektronik – 2026)
Zwei Männer machen schöne Musik! Zumindest wenn es um den größten Teil des vorliegenden Albums geht. Für das Schlagzeugspiel und die Kompositionen haben sich Dr. Markuse aka Markus Dassmann und Felix Wolter aka Dubvisionist mit Marco Baresi (u.a. Far East Band) einen der Besten für sieben von acht Tracks eingeladen. Den anderen, “Armenia”, bedient der UK-Artist Horseman mit seinem Style. Den Rest – Bass, Gitarre, Keyboard, Orgel, Perkussion und Mixing etc. – lag in der Hand der beiden Magier des Klanges, die sich hinter den putzig dreinschauenden Meeresbewohnern des Cover-Artworks verbergen.
Musikalisch wird mit “Ghostship” ein äußerst entspanntes Instrumental-Album vorgelegt: der Soundtrack für einen Spaziergang an der Ostsee, das gemütliche Chillen auf dem heimischen Sofa oder das kontemplative Genießen des Augenblicks auf einer Waldlichtung. “Kompositorisch natürlich wie so oft, stilsicher zwischen allen Stühlen positioniert”, schrieb mir Dr. Markuse kürzlich zum Sound der Veröffentlichung. Passt, denn zwischen Reggae und diversen Easy-Listening-Passagen gibt es etliche kleine Klangtupfer zu entdecken, die nicht mächtig auffallen wollen, sondern dezent anklopfen. Und wenn dann beim jazzigen Orgelspiel von Dr. Markuse (wahrscheinlich) auch noch ein Jackie Mittoo aus dem Jenseits freudig zuhört, kann man sich doch freuen. Der Mix und die Dubeffekte von Felix Wolter sind wie immer elegant. In Sachen “Dubstrumentals”, wie er sie gerne nennt, ist mir vor allem “Ahab’s Ghost Ship” schmeichelnd im Ohr hängen geblieben. Die Effekte wurden hier eine Spur deutlicher gesetzt, während Dr. Markuse stoisch seinen Kontrabass zupft und Schlagzeug sowie Perkussion vorantraben.
Gemastert wurde “Ghostship” von Enrico Mercaldi. Es ist sowohl digital als auch in einer limitierten Auflage auf Vinyl erschienen.
Karsten Frehe















