
Gracy’s Bash 2026
Es war mal wieder soweit. Gracy hat Geburtstag und wir durften wieder mitfeiern. Ich habe mich riesig gefreut dieses Jahr wieder dabei sein zu können und das Lineup klang vielversprechend.
Los ging es mit DJ Kenny als Warm-Up, bevor Tóke, angekündigt von Ganjaman, gegen 18:30Uhr auf der kleinen Bühne mit Gitarre und Backgroundstimme los legt. Keine Riddims, nur die zwei mit Gitarre. Macht mir immer wieder Spaß zuzuhören.
Ein sehr angenehmer Start bei ca. 28Grad – der Garten ist hier zum Glück sehr schattig.

Ganjaman begleitetete das anwesende Publikum als Moderator durch den Abend, auch wenn er auf dem Line-Up angekündigt war. Hier hat man an manchen Punkten auf seinen Gastauftritt gewartet. Das hat mich und andere Gäste doch etwas verwirrt.
Nächster Act war Italee, zusammen mit den Österreichern von Moby Stick als Banking Band. So energetisch wie ihre Stimme ist, so ist ihre Show auch voller Power und Varianz. Das Zusammenspiel mit Moby Stick harmonisiert richtig gut und hatte einen vollen Sound.

Auf der kleinen Bühne ging es anschließend mit Lisa Dainjah weiter. Mir war sie bisher unbekannt, ihr DJ Set hat mich persönlich auch nicht abgeholt, aber sie hatte eine Fanbase, die mächtig mitgefeiert hat. Sie hat etwas verlängern dürfen, da die Band von Nattali Rize etwas Verzögerung beim Umbau hatte.
Nachdem Umbau und Soundcheck kamen Band und Nattali auf die Bühne und haben ihr Programm sauber durchgezogen. Tolle Songs, tolle Harmonie in der Band. Man merkt aber, dass sie ihr übliches Festival Set-Up spielen. Zum Schluss und zum Abbauen für die Band, verlies Nattali noch zu Bob Marley die Bühne und tanzte in der Menge.

Mit etwa 30 Minuten Verzögerung kam Christopher Martin auf die Bühne – leider ohne Band, sondern lediglich als Soundsystemshow.
Dem Publikum schien dies aber egal zu sein und hat seine Songs gefeiert und mitgesungen. Alles in allem eine Solide Show auf kleiner Bühne. Das hat einfach ein anderes, positives, feeling. Wann kann man solchen Künstlern schon so nah sein?

Endspurt – Roughhouse kam mit voller Besatzung auf die Bühne und hat eine coole Show abgeliefert. Er war mir ebenfalls unbekannt und die paar Aufnahmen, die ich auf der Hinfahrt gehört hatte, haben mich auch nicht wirklich überzeugt. Seine Live Show gefiel mir dabei umso besser. Ich würde sogar sagen, dass er Live besser auftritt, als im Stream – aber wie gesagt, kenne ich (noch) längst nicht alles von ihm. Wenn es die Gelegenheit gibt, schaue ich mir ihn mit Band gerne nochmal an.
Begleitet wurde er an der Percussion vom Sheriff und später wurde Sista Gracy noch von ihren Kollegen in einem selbstgebautem Thron zur Bühne gehoben. Sie hatte sich am Bein eine Verletzung zugezogen, weshalb sie auf Krücken am Mikrofon stand. Sie hat, trotz ihrer Verletzung, eine schöne Show abgeliefert und damit das Programm auf der großen Bühne geschlossen.

Mit einer Stunde Verzögerung kam D-Flame, als letzter Act, lächelnd auf die Bühne. Ein gern gesehener Gast im Yard, der auch hier wieder gute Laune versprüht hat. Mit Klassikern wie “Sie macht mich Glücklich” oder “Sorry” hat er den heißen Sommertag in die kühle Nacht geführt.
Alles in allem ein gelungener Geburtstag mit tollem Line-Up. Mein persönliches Highlight war hier defintiv Italee – mit einer Energie die man nicht oft auf der Bühne sieht. Ich komme gerne wieder.
Text & Fotos: Hans Beyer




















































