I-Fire – Der FIREabend zum 20. Jubiläum

Nein, es war nicht nur ein ganz normaler Jahresabschluss von I-Fire aus Hamburg im Gruenspan. Die Band existiert seit 2004 und feierte somit ein rundes Jubiläum. Und wie!! Wie jedes Jahr haben sie sich für den FIREabend Gäste eingeladen, die als Support mitfeiern. In diesem Jahr eröffnete Banda Ashé aus Ottensen den Abend und lieferte als Samba-Reggae-Band eine mitreißende, energiegeladene und wuchtige Performance ab. Eine wirklich tolle Idee, mit dieser äußerst versiert aufspielenden Gruppe auch einmal andere Rhythmen zu integrieren. Mit ihrem Auftritt haben sie den Abend fulminant eingeleitet und ein dickes Ausrufezeichen in den Raum gestellt. Wer sie noch nicht live erlebt hat, sollte das unbedingt nachholen.

TriXstar und Boomrush Backup setzten den Abend fort. Die charmante Sängerin präsentierte sich mit ihrer recht dunklen und kraftvollen Stimme als gute Entertainerin, die sich auch mit kritischen Botschaften an das versammelte Publikum wendete. Ima Ghafouri aka TriXstar wurde im Iran geboren und wuchs in Deutschland auf. Mit dem Track “Freedom For Iran” wendete sie sich gegen die Unterdrückung von Frauen in ihrer Heimat und anderswo. Vor dem Hintergrund der andauernden Gewalt gegen Frauen allüberall war das ein sehr eindringlicher Tune, der vom Inhalt her unter die Haut ging. Mit “Body Queen” rief sie weiterhin dazu auf, sich selbst und den eigenen Körper zu lieben. In ihrer Ankündigung zu dem Song bezog sie auch Männer mit ein, die ebenfalls unter gesellschaftlich transportierten Körperidealen leiden. Zudem waren unter anderem “Cyant Get” (im Original mit Skarra Mucci), “Believe”, “Single”, “Wha Do Dem” und “Beautiful Day” Teil des Sets, welches zwischen Reggae und dezentem Dancehall angesiedelt war. Die Musiker von Boomrush Backup waren dabei eine feine Begleitband, die einen guten Sound auf die Bühne gebracht hat.

Das große Finale war selbstverständlich wieder voll und ganz I-Fire vorbehalten. Gut gelaunt, mit viel Power, etlichen altbekannten Mitsing-Tunes, wie etwa “Der Bass Schiebt”, “Ich Brauch Nicht Viel” oder “Highgrade”, dem neuen Tune “Wir Halten Die Spur” sowie einigen Gästen und einer Bierzapfanlage auf der Bühne, ging die Post ab.

Eine große Qualität von I-Fire ist ihre Live-Präsenz. Mit sehr viel Energie versorgen sie das jeweilige Publikum mit gut gemachter Musik und den einpeitschenden Gesängen von Robert „Raw“ Schlepper, Fritz „Free“ Kschowak und Nils „Dub-Ill-You“ Wieczorek. Party-Reggae mit definitiven Kiffer-Anteilen, der zündet. Als Gäste waren u.a. Young C-Rhyme und Keenz mit dabei. Danke auch an Selecta Ahoi für die feine musikalische Unterhaltung in den Pausen und bei der Aftershow-Party.

Text: Karsten Frehe, Fotos: Gardy Stein und Karsten Frehe

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