Los Babriks
“El Vuelo Del Babrik”
(One World Records – 2025)
Ende letzten Jahres veröffentlichte das in München ansässige Cumbia-Projekt mit “Caballo” die erste, vielversprechende Single. Mit weiteren Schritten kündigte sich ein feines Cumbia-Album an, das nun vorliegt. “El Vuelo Del Babrik” heißt das äußerst angenehme Debütalbum aus dem Süden des Landes. Darauf präsentieren die Musiker eine Mischung kolumbianischer, peruanischer und südamerikanischer Einflüsse. Tief verwurzelt im gitarrenlastigen Chicha-Stil und angereichert mit sehr dezenten Reggae-Elementen, die sich insbesondere in den markanten Orgelmelodien widerspiegeln, kreiert die Band um Mauricio-Joran Ceseña einen überzeugenden Sound, der die Zuhörer*Innen in die Vergangenheit von Cumbia und Chicha transportiert. Kein überflüssiger, digitaler Schnickschnack wird geboten, sondern entspannte Klänge, die zum Verweilen einladen.
Die zehn versammelten Tracks wurden im QuingHu’s Studio unter der Leitung von Ceseña aufgenommen, der als Kopf des Projekts auch die musikalischen Grundstrukturen legte. Gemixt wurden die Tracks von Andreas Bauer aka aDUBta in seinem Attic Roots Studio, wo schon etliche, gute Reggae- und Dubproduktionen das Licht der Welt erblickt haben. Das Mastering hat Umberto Echo übernommen: Die Los Babriks befinden sich also in guten Händen!
“El Vuelo Del Babrik” ist nicht spektakulär im Sinne von “laut”, sondern schmeichelt sich sympathisch ein. Die allermeisten Tracks sind dabei fast ausschließlich instrumental gehalten und präsentieren lediglich ein paar dezente Vocal-Parts. Nur bei “Para Ti” kommt Hector Tapia Castillo, der neben den meisten Perkussionen auch seine Stimme beisteuerte, mehr zum Zug und präsentiert einen wirklichen Song.
Karsten Frehe















