Rodney P
“Born To Fly”
(Riddim Killa Records – 2025)
Rodney P ist seit den 80er Jahren ein fester Bestandteil der britischen Hip Hop-Szene. Gerne spielt er allerdings auch mit Jungle, Dancehall und Reggae und fusioniert diese Genres mit seinem Style. Das ist im UK auch nicht ungewöhnlich, mag man es dort doch auch immer wieder gerne bunt.
Auf seiner aktuellen EP vereint er Reggae mit Hip Hop, vor allem bei den Tracks “Born To Fly” und “Street Again”. Für den Titeltrack der EP hat er sich mit dem Sänger Courtney John zusammen getan, der die lieblichen Reggaeparts liefert. Courtney John ist u.a. für seine feinen Lovers Rock-Tunes bekannt. Im Kontrast dazu legt Rodney P seine Hip Hop-Lyrics und Phrasierungen gekonnt hin. Beides begegnet sich auf Augenhöhe unterlegt mit einem Riddim, der zwischen Reggae und Hip Hop changiert. Das macht auf jeden Fall Spaß und zeigt wieder einmal, wie dicht beieinander die beiden Genres immer mal wieder waren und sind.
“Street Again” beginnt mit einem Sample aus einer vergangenen Reggae-Zeit. Bislang bin ich bei meiner Recherche noch nicht auf das Original gekommen, allerdings weht mich eine instrumentale, frühe Version von “Duppy Conqueror” von den Wailers an (wer da mehr weiß, möge bitte einen Kommentar unter diesem Text hinterlassen – bin gespannt). Für den Track hat er sich mit Ramon Judah einen Veteranen der Londoner Soundsystem-Szene und Urban Monk eingeladen. Ein feiner Tune, der angenehm und kurzweilig voran schreitet.
Die beiden anderen Tunes der EP bedienen eher die Hip Hop-Szene, auch wenn bei “Licence” (featuring Harry Shotta und Carasel) im Intro u.a. David Rodigan zu hören ist. Beim recht kurzen Intro-Track “Leviathan” geht es (fast) durch und durch um Rap. Freund*Innen von Musik, die Genres vereint, werden bei der aktuellen EP “Born To Fly” bestimmt fündig werden.
Karsten Frehe
















Das Sample ist Joe Gibbs All-Stars – Ghost Capturer (Peenie Wally Rhythm).
Oh cool, allerbesten Dank!!!!
Gerne geschehen =)