Roy Ellis, The Clerks & Bunga Bunga Club

Am 29.11. bot sich den Hamburger Rudegirls und -boys die Gelegenheit, eine absolute Legende des Earlyreggae im Monkeys Music Club zu erleben. Roy Ellis, auch als Mr. Symarip bekannt und mittlerweile stolze 79 Jahre alt, begann seine Karriere in den späten 60er Jahren und wurde durch seine Klassiker wie „Skinhead Moonstomp“, „Skinhead Girl“ oder „Skinhead Jamboree“ bekannt und vor allem in der britischen Skinheadszene dieser Zeit gefeiert.

Doch vor seinem Auftritt wurde das Publikum erstmal von der seit 2012 bestehenden Dortmunder Skaband Bunga Bunga Club aufgewärmt, die mit ihrer bunten Mischung aus Ska und Earlyreggae, den sie als Red Light-Reggae bezeichnen, in Stimmung gebracht. Die Band lieferte  ein kurzweiliges Set mit viel Humor und Lokalpatriotismus ab. Nach dieser geballten Portion Ruhrpotterotik folgten The Clerks mit ihrem Soloset.

Die Kölner Band feiert in diesem Jahr ihr 25jähriges Bestehen und dementsprechend versiert lieferten sie ihre Tracks, die eine gute Mischung aus Ska, Rocksteady und Reggae boten. Darunter auch „Barking At The Wrong Tree“, ein Highlight vom neuesten „Ska Ska Skandal No. 7“-Sampler. Nach einer kurzen Pause begrüßten The Clerks dann Roy Ellis auf der Bühne und freuten sich sichtlich, ihn als Backingband begleiten zu dürfen. Roy Ellis präsentierte sich in bester Stimmung und brachte die Anwesenden in den nächsten eineinhalb Stunden mit vielen Ska-, Rocksteady- und Reggaeklassikern ordentlich ins Schwitzen. Besonders gefeiert wurden seine Klassiker des Skinheadreggae, schließlich war er einer der ersten jamaikanischen Künstler, die sich gezielt an diese Szene in England richteten. Seinen Weggefährten, wie Toots And The Maytals, huldigte er mit „54-46 Was My Number“ oder Delroy Williams mit „Better Must Come“. Der Song „Skinhead Girl“ wurde dann mit einigen Frauen aus dem Publikum auf der Bühne gefeiert und der „Skinhead Moon Stomp“ zum vorläufigen Abschluss von allen ausgiebig gefeiert. Trotz fortgeschrittener Stunde war es den anwesenden Fans noch nicht genug und Roy Ellis spielte als Zugabe eine klasse Coverversion von Nancy Sinatras „These Boots Are Made For Walking“.

Peter Stutz

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