Soundboy Dead
“Deflagration”
(Dubquake Records – 2025)

“From the very moment you press play, there’s no doubt—this is a full-on sonic assault. 140 BPM riddims hit like a batterram. Dubwise basslines, twisted and distorted, strike like a torpedo hurled from the shadows beneath. Meanwhile, gnarly synths and vocal chops cut through the mix like an unholy horn sounding from the starless night. Each track is engineered to dominate the dance and obliterate any sound system into scattered atoms.”

In der Regel zitiere ich beim Schreiben selten längere Passagen aus den mitgelieferten Infotexten zu Veröffentlichungen. Im vorliegenden Fall passt aber die martialische Ausrichtung der Worte treffend zur Musik. Eine Deflagration oder auch Verpuffung “ist ein schneller Verbrennungsvorgang, bei dem der Druck nur durch die entstehenden und sich ausdehnenden Gase hervorgerufen wird” (Wikipedia). Viel Energie also! Und mit genau dieser Wucht kommen die vier Tracks dieser EP daher. Wer sich hinter diesem Projekt verbirgt, bleibt im Dunkeln und genau diese Dunkelheit findet sich zugleich in den Tracks wieder, die voran peitschend, mit viel Bass und metallischen Spitzen bestens für fortgeschrittene Stunden bei Soundsystem-Dances geeignet sind.

Nehmen wir z.B. den Opener “Sekklement”. Ganze 56 Sekunden wird Spannung aufgebaut, um dann in einen massiven, technoid-pumpenden Riddim überzugehen, der zuweilen recht beklemmend wirkt, überzugehen. Kompromisslos und hart setzt sich diese Gangart auf “Flat Out”, “Shut Off” und dem Titeltrack der EP fort. Geht gut voran, ist aber nicht unbedingt etwas für zarte Gemüter. Der Name des Projekts sowie das Artwork sind also eindeutig Programm.

Karsten Frehe

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