Mal Élevé “Résistance Mondiale” (Ferryhouse Productions)

Mal Élevé
„Résistance Mondiale“
(Ferryhouse Productions – 2020)

Das neue Album „Résistance Mondiale“ von Mal Élevé erschien vor zwei Tagen und da das Release-Konzert wegen der Corona-Krise abgesagt werden musste, gab es eine Live-Konzert über Instagram, eine sympathische Aktion, die die Isolation ein wenig aufgefrischt hat. Das Album handelt weitgehend von Zusammenhalt und Widerstand gegen Rassismus und staatliche Gewalt. Ähnlich wie bei den Irie Révoltés macht Mal Élevé genreübergreifende Musik, er mischt unter anderem Reggae, Ska und Punk-Elemente und schafft damit eine Mischung, die nicht nur durch die Texte zum Aufbruch aufruft.

Bei Liedern wie “Barrer“ hört man, dass reger Austausch zwischen den linken Künstlern wie z.B. Che Sudaka, Lengualerta und Mal Élevé herrscht. Besonders eindrucksvoll sind bei diesem Album Songs wie „Police“, „Jamais Fatigué“ und „No Pasaran“. Gerade bei Police verdeutlicht Mal Élevé, dass es leider auch Rassismus und Ungerechtigkeit bei der Polizei gibt. Hier wird der Kampfgeist hinter dem Album deutlich. Dieser zieht sich durch alle Songs und wird auch mehrfach direkt ausgesprochen. Es werden immer wieder Themen aufgegriffen, die auch schon mit den Irie Révoltés thematisiert wurden, aber trotzdem am Puls der Zeit bleiben, da sich hier politisch nur wenig zum Guten verändert hat. Es ist nicht zu leugnen, dass Mal Élevé Aktivist ist und sich dies auch in seiner Musik zeigt.

Die Mehrsprachigkeit des Albums unterstützt den Gedanken der Solidarität und macht das Album international relevant. Mal Élevé ist Teil einer musikalischen Bewegung, die international solidarisch agiert. Dies spiegelt sich in Texten, musikalischen Elementen, aber auch den Taten des Sängers wider. Dabei bleibt die Musik tanzbar und es macht trotz oder vielleicht gerade wegen politischer Messages Spaß, dieses Album zu hören.

Nele Frehe

Nele

About Nele

Nele ist sozusagen zum Reggae-Hörer erzogen worden, hört aber grundsätzlich alles was (zugegeben aus ihrer subjektiven Perspektive) gut ist, egal in was für eine Musikrichtung es geht.