Es ist schon erstaunlich, was die Menge und vor allem Qualität der Veröffentlichungen der Co-Operators aus Bristol in der vergangenen Zeit betrifft. Die Band um das Mastermind Eeyun Perkins hat zuletzt mit Earl Sixteen auf dem schönen Album “Concrete Rockers” zusammen gearbeitet. Großartig und vielfältig waren u.a. auch die Alben “Sounds From The Fridge” oder “A Distant Beat” (in Kooperation mit Joe Yorke).

Für den Song “Crossfire” haben sie sich erstmals mit der in Paris lebenden Sängerin Marina P zusammen getan. Ein Protestlied, dass sich in eine ganze Reihe von Songs einreiht, die den Finger in die Wunden der Welt gelegt haben. Hier sei z.B. “Equal Rights And Justice” von Peter Tosh aud dem Jahr 1977 genannt. „Crossfire“ von Marina P & The Co-Operators führt diese Tradition fort und prangert die aktuelle Heuchelei westlicher Regierungen an. Sie sind mitschuldig an der globalen Kriegs- und Konfliktindustrie. Mitschuldig durch ihr Handeln oder ihr Schweigen. Man denke da z.B. an den anhaltenden Krieg in Palästina, der Ukraine und anderswo.

Die treffenden Lyrics von “Crossfire” legen sich über einen entspannten Riddim, der mit sanftem Ska-Touch für eine gute Stimmung sorgt, aber inhaltlich aufhorchen lässt: “No justice, no peace!”. Marina P und die Band legen gemeinsam eine gute Performance hin, die sich auch auf der mitgelieferten Dubversion “Caught In A Dub” fortsetzt, hier allerdings mit wenigen Vocal-Parts und mehr Raum für die Musik in einem eleganten Dubmix.

Eine feine erstmalige Zusammenarbeit von Marina P und den Co-Operators, die sich, so wird gemunkelt, alsbald auf Albumlänge fortsetzen soll…. Man darf also gespannt sein.

Karsten Frehe

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