Cumbia De Los Muertos
Der Tag der Toten wird in Mexiko jährlich gefeiert. Man gedenkt den lieben Verstorbenen und feiert mit ihnen – eine ganz andere Sichtweise, um mit Trauer umzugehen. Mittlerweile gibt es seit Jahren auch Veranstaltungen im Rest der Welt, die diesen “Dia De Los Muertos” zum Anlass nehmen, um ausgiebig zu feiern und die Ahnen zu ehren. Auch in diesem Jahr empfing “Cumbia De Los Muertos” im Knust ein zahlreiches Publikum, das nicht selten als La Catrina geschminkt war. Ein schöner, mystischer Anblick.
La Terrorista Del Sabor begann den Abend als erster Live-Act nachdem die Cumbia im Viertel-Crew für ein entspanntes Ankommen gesorgt hat. “La Terrorista Del Sabor, Akkordeonistin, Sängerin, Komponistin, Produzentin und Schöpferin von Terroritmo, einem musikalischen Universum, das Geschmack, Freude, Transgression, Cumbia, Corridos, Techno und Punk in einer Show voller Humor und Energie versprüht”, liest man zu kolumbianischen Künstlerin. Nach anfänglichen, kleineren technischen Problemen wurde die Energie deutlich, die von der charmanten Dame ausgeht.
Hauptact des Abends war Kumbia Boruka. Die multikulturell geprägte Band, die in Lyon ihre Basis hat, besteht aus acht Musikern aus Mexiko, Chile, Argentinien und Frankreich. Wer sie einmal live gesehen hat, weiß, viel viel Kraft, Spielfreude und Sympathie von dieser Truppe ausgeht. So auch an diesem wirklich tollen Abend in Hamburg. Im Zentrum der Show waren neben älteren Titeln, wie “La Kumbia Del Amor”, treibende Cumbia-Songs von ihrem aktuellen Album “Santa Suerte”. So waren zum Beispiel “Fiesta En Las Calles”, “Cumbia Regia” oder der Titeltrack, der ganz am Anfang des Sets gespielt wurde, mit an Bord. Ein wahres Fest, das von allen anwesenden Menschen mehr als ausgiebig gefeiert wurde. Eine tolle, sehr professionell aufspielende Gruppe von Musikern, die zudem extrem gut mit dem Publikum arbeitet – allen voran seien hier Christian Briseño Godinez (Sänger und Posaunist), der wie ein Wirbelwind die Bühne einnahm und das Publikum begeisterte, und Hernan Cortes Nava, der sowohl am Akkordeon brillierte und auch mit seinem Gesang schmeichelte, genannt. Ein sehr dickes Dankeschön geht auch raus an Dayan, DJ Nosemos und Dr. Calavera von Cumbia im Viertel sowie die Knust-Crew.
Text und Fotos: Karsten Frehe























