Es gibt Alben, die sind wirklich ein Gesamtkunstwerk und deshalb nicht ganz einfach zu besprechen. Und dieses Album ist genau so ein Fall. Beginnend beim Cover Artwork – ein befreundeter Künstler der Band hat dies exakt im Stil des “Spaghetti-Western” interpretiert oder fast überzeichnet. Das ganze Album ist eine Hommage an den Italowestern, die Liebe der Jamaikaner für diese Kunstform und die Liebe der Upsessions für Lee Perry und den 60ies Reggaesound. Aber hier ist nix kopiert, auch wenn man schon wieder Lust bekommt, “Return of Django” der Upsetters aus dem Regal zu ziehen bzw. beim Streamingdienst des Vertrauens mal wieder reinzuhören. Für noch mehr musikalische Expertise haben sie sich Monty Neysmith (Symarip u.a.) dazu geholt. Dieser ist mit seinem genrebildenden Album “Skinhead Moonstomp” eine perfekte Ergänzung. Gemischt wurde das ganze durch Nico van Montfort, der eher aus dem Punkbereich kommt, was aus meiner Sicht bei 60ies Sound oft ein guter Blickwinkel ist. Musikalisch irgendwo zwischen Lee Perry, frühem Trojansound und Crabrecords. 13 wirklich gute Tracks, die alle Spaß machen. “Apache” erwischt mich am meisten, aber das Album ist eben ein Gesamtkunstwerk!

Georg von Ungern-Sternberg

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