Livity Allstars “Livity Allstars Vol. 1” (Livity Music)

Livity Allstars
“Livity Allstars Vol. 1”
(Livity Music -- 2020)

Nach 2 Singles der Reflections, die eher dem Ska zuzuordnen sind, sowie den Alben “Seed Of Redemption” und  “Inner Divinity” des Sängers Endurance (gemeinsam mit Bremer/McCoy), erscheint nun als Überraschungs-Release eine Sammlung von Tunes aus den Archiven der Livity Allstars auf dem Kopenhagener Label Livity Music.

Die “Livity Allstars” sind hier im breiteren Sinne die Musiker rund um das Label Livity Music, die sich in wechselnden Konstellationen in verschiedenen Bands wiederfinden, darunter die oben genannten Reflections, Bremer/McCoy, der Sänger Endurance sowie Mitglieder des Guiding Star Orchestra sowie weitere Musiker aus dem Dunstkreis des Labels.

Source: Livity Music Facebook Page

Das Ganze ist weniger als Album zu betrachten als vielmehr als Label-Showcase und so legt es sich stilistisch auch nicht fest, sondern wandelt von entspanntem Boom Bap Hip Hop über Jazz bis hin zu Downbeat und Roots Reggae. Das könnte zu stark durcheinander gehen, geht aber hier gut. Nicht alle Stücke sind dabei vollends ausproduziert und doch zieht sich die Handschrift versierter Musiker durch dieses Release, die viele Stücke zu einem Hörgenuss macht. Was mich besonders freut ist, dass hier völlig unverkrampft mit verschiedenen Stilen gespielt wird ohne dabei beliebig zu wirken. Da scheinen Herzblutmusiker am Werk, die sich nicht um Genregrenzen scheren, und das klingt herrlich erfrischend.

Wie auch der EP des Guiding Star Orchestra sowie nahezu allen Stücke von Bremer/McCoy wohnt auch diesem Release eine gewisse Positivität inne, eine Entspanntheit die es vermag den Hörer für die Dauer der Scheibe aus dem Alltagsgeschehen zu reißen. Serviervorschlag: nach einem anstrengenden Arbeitstag in den Sessel fläzen und auf Play drücken.

Aktuell gibt es Livity Allstars Vol. 1 bei Raskeplader sowie Bandcamp als “Pay what you want”-Release und das Label spielt auch noch mit dem Gedanken das Ganze als Vinyl-LP zu pressen, aber gewiss ist das noch nicht.

Thomas Dalichow

TwizzyDizzy

About TwizzyDizzy

Linux systems engineer by day, music junkie by night. Into reggae since 1998, into dub since some years later. Soundsystem fanatic & bass fetishist, jazz lover and Chopin admirer.