Reggae Recipe 4th International Weekender, Amsterdam, 15.-17.7.18

Reggae Recipe 4th International Weekender

Über diese schöne Wochenendveranstaltung in Amsterdam zu schreiben ist gar nicht so einfach, da es sich um ein Ereignis handelt, an dem einfach eine Crew von Enthusiasten etwas sehr schönes auf die Beine stellt, jenseits von Kommerz oder Coolness-Gehabe. Die Idee ist, einen Haufen DJs in einer der schönsten Städte der Welt für ein Wochenende hinter die Pulte zu bekommen und dazu leckeres Essen aus Jamaika zu reichen. Klingt gut, dachten wir auch und sind hingefahren.

War auch sehr gut und u.a. sehr entspannt und lecker! Los ging’s am Freitag im Rum Barrel (http://https://www.rumbarrel.nl/), einer karibischen Rumbar mit sehr leckerem Fingerfood, die auch ohne Weekender sicher einen Besuch wert ist. Essen sehr lecker und appetitlich, sehr zu empfehlen die Rumtastings um verschiede Stile erschmecken zu lernen. Musik gab’s auch durch die erlesene internationale Schar von Vintage Selectors. Hier die Namen, weil, wann wer aufgelegt hat, eh nicht wichtig ist und auch dem Charakter der Veranstaltung nicht entsprechen würde. Phil Casey (Heavy Boss Tunes – Aarau), Thomas Eiene (Get Ready – Oslo), Kris Van Beethoven (Reggae Geel Skaville – Antwerp), Dave The Brave (Endless Memories – Utrecht), Onedropeddie (Dutch Lions SC – Rotterdam), Flavio Bacardi (Reggae Recipe – Amsterdam), Bopper (Reggae Recipe – Amsterdam)
Rico van Kooy (Reggae Recipe – Amsterdam). Alles absolute Könner, ich hoffe ich habe keinen vergessen. Aufgelegt wurden jamaikanische Vintagesounds, die aber nicht begrenzt um das Jahr 1969 waren, wie es bei solchen Veranstaltungen ja oft gemacht wird und dann auch manchmal ein wenig langweilig wird. Hier wurde alter Rumpelska der 60er bis Roots der 70er vermischt und dadurch war es eine bunte Mischung für ein Wochenende sehr guter Musik. Ein hervorzuhebendes Highlight war MC Champian (Tighten Up Crew – London), der wirklich witzige, gute Livetoastings vom Stapel lies.

Nach dem lustigen Warm Up im Rum Barrel ging’s in das Kaffe Zen um die Ecke zur Boss Sounds Party. Das Zen (  ttp://http://thezenamsterdam.nl/) ist ein Social Club mit Altar für Haile Selassie und Barbetrieb. Hier wurde dann richtig abgefeiert und durch den Koch Flavio Bacardi mit seiner Crew die Meute mit Leckereien versorgt. Getanzt wurde viel und bis in den Morgen. Das Publikum war übrigens auch sehr gemischt, etwas UK-lastig.

Am nächsten Tag ging es dann ins alterwürdige Akhnaton (http://https://akhnaton.nl/), in dem Phil Casey, seines Zeichens Selector aus Aarau, sein Soundsystem – also die ganze Anlage – aufgebaut hatte. Der Mann hat das Ding extra aus der Schweiz da hingefahren. Der Sound war dementsprechend fantastisch und es wurde die Nacht durchtanzt.

Sonntag, wir haben schon überlegt, lieber einen ruhigen Abend nach soviel Party zu machen, ging es in den Checkpoint Charlie (http://http://www.cafecheckpointcharlie.nl/) zum jamaikanisch BBQ. Was sich nicht so extrem spannend anhörte wurde mein persönliches Highlight, eine sehr relaxte Veranstaltung mit weiterhin super Musik und authentischem Jerk mit Rice & Peas und allem was dazu gehört. Ein schöner Ausklang für ein wunderschönes Wochenende mit lauter Musikverrückten in sehr relaxter, friedlicher Atmosphäre. Danke an die Reggae Recipe Crew!

Durch die vielen Lokalitäten in den verschiedenen Vierteln lernt man sehr gut die Stadt, auch außerhalb der Touripfade, kennen.

Bilder mit freundlicher Genehmigung von: http://www.reggaerecipe.nl/weekender_en.html

Georg (Red Baron)

About Georg (Red Baron)

Legt Platten bei Regensburgs dienstältestem Soundsystem Red Baron & Dr.Till auf. Ansonsten vorher schreibend bei BSE 96-Fanzine und RockingSteady. Verfiel dem Offbeatvirus im zarten Alter von 12 und das soll sich auch nicht mehr ändern.