Raging Fyah live in Hamburg (Bericht & Fotos)

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Feuer in der Fabrik in Hamburg – Music For The Rebels!

Am vergangenen Mittwoch kamen die sympathischen Jungs von Raging Fyah im Zuge ihrer Reggae Revival Tour in die Hansestadt, um einem winter-müden Publikum Herz und Seele zu erwärmen. Die Tour hatte sie mittlerweile von Dortmund über Prag und die Schweiz geführt, was Frische und Lebendigkeit der gesamten Crew jedoch nichts anhaben konnte, sodass die Show pünktlich um 21:30h mit dem Titel „I And I (R.A.S.)“ starten konnte.

Etwa 250 Zuschauer wurden schnell von der Präsenz und Spielfreude der Band mitgerissen, die gleich im Anschluss mit stilvoll arrangierten Intros und Übergängen die aktuelle Single „Nah Look Back“ sowie das stark nach vorne gehende „Step Outta Babylon“ abfeuerte. Und hier deutete sich schon an, was später bis zur Perfektion zelebriert werden sollte – Engineer Debo schraubte an den Reglern und es reihten sich von nun an immer wieder meditative dubbige Parts an oder in die Tracks, sodass diese hier und da in ganz anderem Gewand erscheinen konnten – mal klassisch auf Drums und Bass reduziert, ein anderes Mal bildeten Gitarre und Keys dichte Klangteppiche. Nach „Irie Vibe“ und „Music Isn`t Biased“ wurde es mit dem kritischen und äußerst eindrücklich vorgetragenen Stück „World Crisis“ zum ersten mal ruhiger in der Fabrik. Erst hier fiel mir auf, dass neben den vier Bühnenmikros auch Debo am Mischpult die Songs über ein eigenes Mikrofon begleitete. So entstanden sehr volle Gesangsharmonien, die auch ohne zusätzliche Background-SängerInnen ihre Wirkung in vielschichtigen Sätzen entfalten konnten.

IMG_7503_smallWeiter ging es nach dem unveröffentlichten „Barriers“ und der Vorstellung der Bandmitglieder mit dem aktuellen Song „Dread“ und den Loverstunes „Far Away“ sowie dem brandneuen „First Love“, welches bis heute als Würmchen durch meine Gehörgänge schleicht und ebenfalls auf dem kommenden Album vertreten sein wird, wie mir Leadsänger Kumar nach dem Konzert erzählte: We have a lot of new music, the new album is coming soon, soon, soon. Not gonna give you an exact date, but look out for it this year – not… next year! (laughing)

Doch das Feuerwerk war noch lange nicht vorbei, denn mit „Running Away“, „Behold“ und der Hymne „Judgement Day“ folgten drei weitere Highlights mit tiefer Message und starken Vibes, die vom Hamburger Publikum frenetisch gefeiert wurden. So kamen Raging Fyah nach einem vorläufigen Ende gerne und mit ganzen vier Zugaben zurück auf die Bühne. „Stand Firm“, als ein weiteres neues Stück, reihte sich beeindruckend durch tolle Arrangements und sehr tief gehende Lyrics an die vorangegangenen Songs und sollte auch dem letzten Zweifler Lust auf das neue Album gemacht haben.

Sunshine“, der Gastauftritt der Wahl-Hamburgers Ray Darwin, „Conversation“ und ein krönender Abschluss mit „Karma“ machten deutlich, dass Raging Fyah den Status als Newcomer-Band verlassen haben und mit einem beachtlich gewachsenen Repertoire, unbändiger Spielfreude und gewichtiger Message das Reggae Revival maßgeblich vorantreiben. Voller Energie und einer ehrlichen offenen Art haben sie es an diesem Abend geschafft das Publikum mitzureißen, musikalisch einen zu keinem Zeitpunkt langweiligen Spannungsbogen zu spannen und sich im Anschluss an die Show auch noch viel Zeit für die Fans zu nehmen, die sie nun ihre eigenen nennen dürfen. Denn nach ihrem Europa-Debüt im letzten Festival-Sommer bedeutet diese Tour, wie Pele (Bass) feststellte auch zu sehen, wie viele Menschen sie auf ihren Gigs überzeugen konnten: This time it`s mostly clubs, a club tour. It`s a more intimate vibe, you know, so we get to see how many fans we really captured from the festivals. (smiles) And so far it`s been really good!

Mich haben Raging Fyah auf jeden Fall schon lange überzeugt und ich bin mir sicher die Fangemeinde wird wachsen und wachsen – denn nicht nur hier in Hamburg, sondern auf der gesamten noch laufenden Reggae Revival Tour wird fleißig gesammelt! Raging Fyah hot! 

Text & Fotos von Olli Becker (04/2013)

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Coltjah

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