Moja “One” (Moja)

Moja
“One”
(Moja – 2018)

“Moja’s music is an introspective and conscious journey through a roots and percussive reggae”, heißt es im Info zum Album “One” der französischen Band. Passt gut, denn das, was hier geboten wird, ist sehr deeper Rootsreggae, der organisch gestaltet und mit viel Gefühl für Text und Pause dargeboten wird. Moja wurde bereits 2013 in Nantes gegründet. Zwei Jahre später erschien mit “Back To Roots” die erste EP, welche in Frankreich für Aufhorchen sorgte. Jetzt folt mit “One” das erste Album. Hört man Moja, so werden die Vorbilder schnell klar: der deepe, reduziert aber zugleich reiche Rootsreggae der 80er Jahre von Burning Spear, Bob Marley, den Twinkle Brothers etc.. Analog aufgenommen von einer gut zusammenspielenden Band mit versierten Musikern, die ein Gefühl für Timing und Reduktion haben: feine Bläser, eine saubere Rhythm-Section – alles passt. Dazu die Sängerin Mamatya, die mit schöner Stimme die Botschaft von “Unity” in die Lieder hineinwebt. Das ist lyrisch zwar nicht immer innovativ, passt aber unterm Strich zum Gesamtkonzept.

Der Hit des Albums ist der Titeltrack. “One” schleicht sich mit gut 5 Minuten und 30 Sekunden sanft in die Gehörgänge. Beiweiten nicht spektakulär sondern eher sanft, aber dafür nachhaltig. Ein sehr feines Stück Musik. Ganz ähnlich kommen die weiteren sieben Tracks des Albums daher, auch wenn sie den Titeltrack nicht toppen können. Zu allem kommt eine Dubatmosphäre hinzu, die am Ende das Albums mit zwei echt schönen Dubversionen als Bonuszugaben nocht verstärkt wird. Hierfür verantwortlich zeichnet das RDH Hi-Fi – ebenfalls aus Nantes – mit viel Fingerspitzengefühl.

Karsten Frehe

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About Karsten

Founder of the Irie Ites radio show & the Irie Ites Music label, author, art- and geography-teacher and (very rare) DJ under the name Dub Teacha. Host of the "Foward The Bass"-radio show at ByteFM. And, most of all, father of three wonderful kids.