Hollie Cook “Twice” (Mr. Bongo)

Hollie Cook - Twice album cover

Hollie Cook
“Twice”
(Mr. Bongo, 2014)

Bereits 2014 erschienen, hat mich dieses Album erst jetzt erwischt. Und was für ein Album! Während es beim ersten Hören größtenteils an mir vorbeigezogen ist, schlug es beim zweiten Anlauf mächtig gewaltig ein. Das zweite Album der Tochter des Sex Pistols Drummers Paul Cook ist für mich eine echte Offenbarung. Es fällt mir ob der gebotenen Qualität schwer, einen einzelnen Track hervozuheben, deswegen gibt’s weiter unten den Album-Stream direkt vom Label. Idealerweise direkt auf “Play” drücken und dann weiterlesen! Und selbstverständlich später direkt losziehen und das Album kaufen!

Perfekt arrangierte Tracks die auch bei vielfachem Hören nichts von ihrer Faszination verlieren und eine Stimme, die wie ein Fetzen Seide jeden Track streichelt. Illustere Percussions, fantastisch in Szene gesetzte Streicher des mazedonischen Radio-Symphonieorchesters, Dub-Intermezzi und die sparsam und genau an den richtigen Stellen eingesetzten Effekte, die so nicht nur das Sahnehäubchen auf den Tracks sind, sondern fester Bestandteil, machen dieses Album so unglaublich kurzweilig.

Was macht für mich ein Album zu einem Album, dass nicht nach den nächsten 3 Platten wieder aus der Erinnerung und im Plattenschrank verschwindet? Vielschichtigkeit! Zehn mal den selben Track hören und immer neue Elemente entdecken, seien es Instrumente, Effekte oder das komplexe Zusammenspiel selbiger. Das gelingt auf Hollie Cook und ihren Mitstreitern – unter ihnen so bekannte Namen wie Dennis Bovell, Winston Francis (beide Vocals), Dub Judah (Bass) und Winston “Horseman” Williams (Drums) – mit Bravour.

Niemand geringeres als Mike “Prince Fatty” Pelanconi hat für den Mix gesorgt und der ist, wie nicht anders zu erwarten, satt, klar und druckvoll. Mir scheint, alles was dieser Mann anfässt und in letzter Zeit den Weg in meine Gehörgänge gefunden hat, wird zu Gold.

So auch dieses Album! Es gibt also keine Ausflüchte – das Ding hat einen Platz in eurer Sammlung verdient. Deswegen solltet ihr also sofort zuschlagen!

Wer meinen überschwänglichen Worten keinen Glauben schenken mag, der kann sich drüben beim Dubblog nochmal die selbe Begeisterung geben: René findet ähnlich schmeichelnde Worte.

Thomas Dalichow

TwizzyDizzy

About TwizzyDizzy

Linux systems engineer by day, music junkie by night. Into reggae since 1998, into dub since some years later. Soundsystem fanatic & bass fetishist, jazz lover and Chopin admirer.